Im Japanischen bedeuten die Worte shi Finger und atsu Druck. Shiatsu ist daher eine manuelle Therapieform, die ursprünglich aus der Zwei-Hände-Technik der Chinesen vor über 2000 Jahren entstand. Im 10. Jahrhundert n. Chr. verbreitete sich die chinesische Medizin in Japan und dadurch auch die traditionelle chinesische Massage- und Druckpunkt-Therapie, Anma genannt. Im 20. Jahrhundert wurde Shiatsu in Japan vor allem durch Tokujiro Namikoshi und Shitsuto Masunaga aus Elementen von Anma und der westlichen Physiotherapie zu einer sehr effektiven Grundform entwickelt und Mitte der 1950er Jahre als legitime Therapiemethode in der japanischen Medizin anerkannt.
"Shiatsu ist eine Form der manuellen
Behandlung bei der Daumen, Finger und Handteller, jedoch keine
mechanischen oder anderweitigen Instrumente benutzt werden, um Druck
auf die menschliche Haut auszuüben. Ziel dieser Behandlung ist
es,
innere Fehlfunktionen zu korrigieren, die Gesundheit zu
fördern und zu
erhalten und bestimmte Krankheiten zu behandeln." (offizielle
Definition des japanischen Gesundheitsministeriums)
In den 1970er Jahren begann die Verbreitung von Shiatsu in Europa. Zur
Zeit läuft ein Forschungsprojekt innerhalb der EU, das sich
mit der
Wirkung von Shiatsu und einigen anderen alternativen Therapien befasst.
In Österreich wurde 1993 der Österreichische
Dachverband für Shiatsu
(ÖDS) gegründet. Als größte
Errungenschaft gelang dem ÖDS 1998 die
gewerberechtliche Verankerung als Teilbereich der Massage. 2003 wurde
Shiatsu als Teilgewerbe der Massage mit einem eigenständigen
und
eindeutigen Ausbildungsprofil festgelegt. Die Ausbildung dauert drei
Jahre und schließt mit einem Diplom ab.